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Mariupol

 

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Mariupol

Die mit einer Einwohnerschaft von rund 460.000 zehntgrößte Stadt der Ukraine war einst hauptsächlich bekannt für seinen geschäftigen Hafen am Asowschen Meer, die großen und bedeutsamen Stahl- und Eisenwerke und dafür, Ausgangspunkt für Reisen auf die Krim zu sein, einst die wichtigste Tourismusregion des Landes. Die Nähe der Stadt zur russischen Grenze jedoch hat sie zu bevorzugten Ziel der Invasionstruppen des Nachbarn gemacht. Im Krieg wurde díe Stadt, mit Ausnahme einer kurzen Periode im Mai 2014 zwar von ukrainischen Truppen gehalten, es ist derzeit trotzdem unsicher und nicht ratsam, in die Region zu reisen, da sie wiederholt unter Beschuss geraten ist.

Mariupol liegt in einer strategisch wichtigen Lage an der Mündung des Flusses Kalmius, der durch den Donbass fließt, im Stadtgebiet den Fluss Kaltschyk aufnimmt und dann ins Asowsche Meer fließt. Mariupol ist vorübergehend das administrative Zentrum des Oblast Donezk, da die Stadt Donezk noch unter Kontrolle von Russland gesteuerter Separatisten steht. 

Von 1948 bis 1989 trug die Stadt den Namen Zhdanov, von den Sowjets so benannt nach einem in der Stadt geborenen Politiker, der 1948 verstorben war.

Mariupol

Überblick Mariupol

Lage

Südosten der Ukraine

Mariupol1

Einwohner

461.800

Gründungsjahr

1779

Wegen anhaltender Kriege zwischen den Völkern dieser Weltregion blieb die Gegend, in der sich heute Mariupol befindet, im frühen Mittelalter nur sehr dünn besiedelt. Auch danach blieb es eine Region, die häufig von Konflikten erschüttert wurde, allerdings nutzten die Kosaken den Raum dann zum Jagen und für Landwirtschaft. Nach einigen weiteren Auseinandersetzungen zwischen Türken und Tataren einerseits und Russen andererseits kam das Gebiet 1775 unter die Kontrolle von Neu-Russland und eine Stadt namens Marianopol wurde 1779 gegründet. Die neue Stadt entwickelte sich über die nächsten Jahrzehnte zu einem Handels- und Transportknotenpunkt. Ab Oktober 1941 war die Stadt fast zwei Jahre lang unter deutscher Besatzung.

Als Konsequenz aus der zweckgebundenen Weiterentwicklung der Stadt unter der Herrschaft der Sowjets ist die Architektur in der Stadt zu einem großen Teil wenig bemerkenswert. Trotzdem kann die Stadt einige Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen aufweisen. Dazu gehören mehrere städtische Parks und Gärten sowie die Strände am Fluss, historische Kirchengebäude und das große Hafengebiet. Weiterhin gibt es einen Vergnügungspark in der Stadt, einen kleinen Zoo und ein Museum, das sich mit dem griechischen Einfluss auf die Region beschäftigt.

In erster Linie bleibt Mariupol aber eine Stadt, die wegen ihrer Industrie bedeutsam ist. In einer eigens eingerichteten Freihandelszone am Hafen und innerhalb des Stadtgebiets von Mariupol befinden sich Stahlwerke, Eisenhütten, produzierende Industrie und Schiffswerften. Die Ökologie rund um die Stadt hat viele Jahre unter der Schwerindustrie gelitten, doch die Unternehmen schaffen Arbeitsplätze für einen großen Teil der Bevölkerung. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2002 wurde ermittelt, dass Menschen ukrainischer und russischer Herkunft jeweils rund 45% der Bevölkerung stellen. Russisch ist auch die am häufigsten benutzte Sprache in der Stadt.    

 

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