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Donezk

Donezk, früher vor allem bekannt für seine Industrieproduktion und seine erfolgreiche Fußballmannschaft, ist zu einem traurigen Symbol des russischen Kriegs in der Ukraine ab 2014 geworden. Die Stahlstadt am Ufer des Kalmius hat sehr unter den Zerstörungen aus diesem Krieg gelitten, in dem sie zur Hauptstadt einer von den russisch-unterstützten Separatisten  gegründeten “Republik” wurde. Das Verwaltungsgebäude  des Oblast Donezk war von pro-russischen Aktivisten im April 2014 besetzt worden. Die Abspaltung der “Republik Donezk” wird international nicht anerkannt, daher ist Donezk weiterhin die fünftgrößte Stadt der Ukraine, obwohl viele der einst 2 Millionen Einwohner im Ballungsraum inzwischen aus der Region geflüchtet sind.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Texts ist Donezk von ukrainischem Gebiet aus praktisch nicht erreichbar und viele Staaten haben Reisewarnungen veröffentlicht.

Donetsk 2

Übersicht Donezk

Lage

Osten der Ukraine

Donetsk

Einwohner

953.200

Gründungsjahr

1869

In der Gegend, in der sich das heutige Donezk befindet, gab es bereits vor der Gründung der Stadt Siedlungen. Erstmals erwähnt wurde das Gebiet während der Zeit des Russischen Kaiserreichs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Direktor eines Londoner Eisenwerks, der Waliser John Hughes, ließ 1869 ein Stahlwerk hier errichten, was der Grundstein für die Entwicklung einer Stadt war, die zunächst als “Hughesovka” oder “Yuzivka” bekannt wurde.Die zuziehenden Arbeiter, von denen viele aus Wales kamen, machten daraus bald eine Stadt beachtlicher Größe. Während der Sowjetzeit wurde die Stadt 1924 in “Stalin” umbenannt. Anhaltend weiter wachsend wurde sie 1933 zur Hauptstadt des neuen Oblast Donezk in der Ukrainischen Sowjetrepublik und erlitt weitgehende Zerstörung während der Nazi-Besetzung 1941-1943. Ihren jetzigen Namen erhielt die Stadt unter Chruschtschow 1961. Der Name ist abgeleitet von einem kleinen Fluss, dem Siwerskyj Donez.

Es gibt fünf weitere Flüsse, die das weitreichende Stadtgebiet durchziehen. Der bedeutendste von diesen ist der Kalmius, der etwa hundert Kilometer weiter südlich ins Asowsche Meer mündet. An den Flussufern und anderen Stellen der Region bemerkt man Hügel mit Gestein aus Abraum, ein Zeugnis für Donezks Reputation als Stadt der Schwerindustrie. In und um Donezk gibt es 15 aktive Kohlebergwerke, einige davon direkt unter der Stadt. Zusätzlich arbeiten hier mehrere Stahlhütten, die ebenfalls dazu beitragen, dass hier über Jahre ein bedeutender Prozentsatz des ukrainischen Bruttosozialprodukts erwirtschaftet wurde.  

Nach den letzten verfügbaren Volkszählungsdaten bestand die Mehrheit der Bevölkerung des Oblast Donezk vor Ausbruch des Krieges aus Ukrainern, allerdings war die russische Sprache deutlich weiter verbreitet als die ukrainische. In der Stadt selbst hielten sich Russen und Ukrainer zahlenmäßig ungefähr ein Gleichgewicht. Seit die Kämpfe 2014 in der Region begonnen haben, hat eine große Zahl Einwohner das Gebiet verlassen.

Donezk ist traditionell eine auf Sport fokussierte Stadt - ein Beleg dafür ist die Präsenz von nicht weniger als drei Mannschaften in der obersten ukrainischen Fussball-Liga. Eine davon, Schachtar, hat sich international durch mehrere erfolgreiche Europacup-Teilnahmen einen Namen gemacht. Heimat des Teams ist die Donbass-Arena, ein modernes Sportstadion, das im Vorfeld der Europameisterschaft 2012 erbaut worden war. Eishockey, Tennis, Basketball und Leichtathletik sind ebenfalls in Donezk zuhause. Besonders bekannt ist die Verbindung der Stadt zum Stabhochsprung, dank dem Donezker Serhij Bubka, einem weltweit bekannten Aushängeschild der Disziplin.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt gehört das Gebiet rund um die Artema Street, die von vielen modernen Einkaufszentren, Denkmälern, Hotels und einigen Beispielen historischer Architektur gesäumt wird, wozu auch das Oper- und Theatergebäude gehört. Eine weitere Straße, die viele Besucher anzieht, ist der Puschkin-Boulevard, der eine begrünte Fußgängerzone zwischen den Fahrspuren aufweist und auch Standort eines Parks ist, in dem es zahlreiche aus Stahl geformte Figuren und Blumen zu sehen gibt.  

 

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